Savate

  • Wie unterscheidet sich eigentlich Savate vom Kickboxen?


    Wenn ich es richtig Verstanden habe, ist es Beinlastiger.


    Also ist es fast der selbe Unterschied wie Karate und Taekwondo?

  • Savate wird häufig auch als das "französische Kickboxen" bezeichnet. Wie das Kickboxen, werden auch beim Savate Kick- und Boxtechniken benutzt. Realer Unterschied ist der, dass im Savate mit Schuhen gekickt wird, ebenso wird im Savate mit speziallen Anzügen trainiert. Ebenso realer Unterschied ist die Technikausführung, wobei ich persönlich finde, dass viele Kicks sehr "elegant" aussehen... insgesamt kannst Du Dir einfach auch mal ein paar Videos auf YouTube anschauen, da wird das klarer. Aber: Mit den Fäusten kann man immer nur Boxen, mit den Füßen treten. Es kommt eben immer auf das "wie" an und hier liegen schließlich auch enorme unterschiede zwischen dem Karate und dem Taekwondo.

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

  • So wie ich das verstanden habe heißt ja Kickboxen mit den Fäusten agieren und mit Tritten abschließen.


    Beim Savate heißt es mit Tritten agieren und mit Fäusten abschließen!

  • So wie ich das verstanden habe heißt ja Kickboxen mit den Fäusten agieren und mit Tritten abschließen.

    Das erkläre ich mal meinem Trainer und unseren Fortgeschrittenen, wenn sie das nächste Mal meine Deckung mit einem Tritt wegkloppen und mit Schlägen nachsetzen.


    Ganz davon abgesehen, daß unser Braungurt und ich dann am Samstag bei seiner DAN-Prüfung bei einigen Punkten ein Problem haben könnten.

  • Na die nächste KK beim Wickel ? Langsam aber sicher wird es langweilig. mach erstmal eins richtig.

  • Stimmt, ich könnte auch Savate Techniken im Krav Maga integrieren.

    Warum sollte man Techniken aus anderen Systemen übernehmen, wenn man selbst ein System trainiert, dass - in sich - für einen selbst schon völlig komplett ist? Eine Sache m. E. des Kopfes: Ist man frei vom Denken "Das ist die beste und ultimative Kampfkunst, die ich trainiere", kannst Du nebenher trainieren, was immer Dir hilft, "Dein" System zu komplettieren. Bist Du nicht frei, wie ganz viele Kampfsportler, kannst Du Dir diesen Luxus nicht leisten, denn es wäre ein Widerspruch zum "ultimativen" System. Ultimative Systeme benötigen keine "Hilfen von außen"....

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

  • Warum sollte man Techniken aus anderen Systemen übernehmen, wenn man selbst ein System trainiert, dass - in sich - für einen selbst schon völlig komplett ist? Eine Sache m. E. des Kopfes: Ist man frei vom Denken "Das ist die beste und ultimative Kampfkunst, die ich trainiere", kannst Du nebenher trainieren, was immer Dir hilft, "Dein" System zu komplettieren. Bist Du nicht frei, wie ganz viele Kampfsportler, kannst Du Dir diesen Luxus nicht leisten, denn es wäre ein Widerspruch zum "ultimativen" System. Ultimative Systeme benötigen keine "Hilfen von außen"....

    Ich verstehe glaube ich, was Du meinst. Ich versuche mal, das umzuformulieren, was ich zu verstanden habe glaube: Die Denkblockade äußert sich in Verdrängung, sprich man sucht gar nicht erst außerhalb des "ultimativen Systems", da es ja, dem "ultimativen System" innewohnend keine Makel gibt, den man mit Dingen von außerhalb auszubügeln sucht. Dies, so Deine Einschätzung, macht diese Kampfsportler "unfrei".

    Falls das so richtig verstanden wurde, finde ich folgende Ergänzungen wichtig:
    1. Das gilt erst für Kampfsportler, die schon eine gewisse Expertise haben. Der blutige Anfänger hat noch zu wenig Hintergrund, um "sein System" überhaupt selber zu verstehen.
    2. Es ist abhängig vom Selbstverständnis des Systems, ob und wie diese Suche im "Außen" vielleicht sogar aktiv unterstützt wird. Dies kann aber an Voraussetzungen geknüpft sein, z.B. die Grundlagen des Systems hinreichend zu beherrschen oder nur Ergänzungen in Bereichen zu suchen, die nicht im System gelehrt werden.
    3. Nicht jeder Kampfsportler, der nicht außerhalb nach Ergänzung sucht, tut dies aus Gründen der geistigen "Unfreiheit". Das hast Du zwar nicht zwingend impliziert, finde aber trotzdem, dass es eine gesonderte Erwähnung wert ist.

    Angewendet auf den Fall hier mit Pharao ergeben sich für mich folgende Fragen:
    1. Kann Pharao für sich selbst "sein System" formulieren und ggf. bestehende Lücken identifizieren? -> Ist Savate etwas, was diese Lücken füllen kann? Oder gibt es diese "Lückenfüller" (ggf. auf höherem Lernniveau) in seinen bisherigen Systemen?
    2. Bekommt Pharao ggf. Schwierigkeiten mit seinen Lehrern/Kampfsport-Kollegen, wenn er etwas weiteres trainiert? Gibt es ggf. Lehransatzunterschiede, die sich gegenseitig behindern könnten?
    3. Was macht es mit Pharao, auf diesen weiteren Input zu verzichten? Warum würde Pharao verzichten?

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Och ich denke schon, dass ich verstehe was Paladin meint. Ich mache ja momentan nichts anderes mit Kyudo (wobei momentan ist gut: denn da mache ich Dank Covid so gut wie nichts). Ich habe hier schon einiges zu meiner Targetpanik geschrieben, und wie ich damit umgehe.

    Targetpanik als psychische Blockade ist schlicht ein Ergebnis, dass ich mein System als 3D Schütze an einer fundamentalen Stelle falsch interpretiert habe, falsch umgesetzt habe, nach meinem Gutdünken angepasst habe, oder was weiß ich. Jedenfalls merkt man nicht, so lange man damit Erfolg hat, dass man mit Vollgas in eine Sackgasse fährt.

    Es wird oft gewarnt, Kyudo und westliches Bogenschießen parallel zu betreiben, denn technisch unterscheiden sie marginal. Aber tief im Kern sind die Systeme identisch: perfekte technische Umsetzung liefern entsprechende Ergebnisse.. Solange ich nun beide Systeme schlicht unabhängig voneinander betreibe, dennoch positive Aspekte des Einen in das Andere übertragen kann, um mich zu entwickeln, kann so etwas funktionieren. Der "Vorteil" an Targetpanik ist, dass man es nie los wird. Im Grunde ist es wie trockenen Alkoholiker. Man muss sich eisern an den Grundzügen seines Systems halten, damit es nicht wieder ausbricht - Egal ob dieses System Heki, oder mein 3D Jagdbogenschießen ist...


    Das Problem ist nur, wie Tai Eule schon schreibt, hat Pharao "sein System" tatsächlich durchdrungen, um zur Erkenntnis zu kommen, dass er abseits seiner Trainer für sich einen Weg finden muss, um sich "in seinem System" weiter zu entwickeln. Oder verhaspelt er sich nur an Oberflächlichkeiten äußerer Formen und dringt damit nirgendswo ausreichen tief ein, um wenigstens ein System ausreichend zu verstehen/umzusetzen? Seine ständige Suche bestärkt mich eher zu letzterem.

    Der, welcher an einem Takada-Hansel scheiterte...

  • Das fette lilane von mir.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Kann man überhaupt mit 35 Jahren noch Savate machen?


    Letztens kam im Weltspiegel ein Bericht , wo eine über 70 - jährige in der Türkei geboxt hat.Zwar nur auf den Sandsack , aber ihr hat es Erfüllung gebracht.

    Also tritt rein , altersgemäß.



    Wie heißt nochmal die Ausgabe von Tim und Struppi , in der Professor Bienlein seinen Savatetritt vollführt ?





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