Wieviel Rücksicht macht noch Sinn ?

  • Im Grunde genommen ein oberflächlich leichtes Thema, aber ist es das wirklich ?

    Es wird z.:b bei den Körper bezogenen KK ohne Waffen gesagt das Schmerzen dazugehören, um die Wirkung einer Technik wirklich zu begreifen.

    Im Kendo wird das nicht gesagt, aber manch heftiger Hieb heißt im Klartext "so eben nicht"

    Aber wo ist die Grenze ?

    NIL DESPERANDUM

  • Die Grenze ist individuell.

    Je nach Erfahrung mit Schmerzen verschiebt sie sich.
    Ich lasse an mir gerne Techniken ausprobieren, um zu zeigen: Nö, das beeindruckt mcih jetzt nicht wirklich. Das lächel ich mal locker weg und konter.

    In selber Intensität dürfte die gleiche Person es bei einem anderen Trainer nicht machen, weil der schmerzempfindlicher ist und viel schneller reagiert.


    Definitiv die Grenze ist die Verletzung oder auch dauerhafte, sichtbare Schäden, je nach Umfeld.

    In meinem Job hab ich kein Problem damit im Sommer in kurzer Hose und T-Shirt aufzulaufen und Beine und Arme voller blauer Flecken zu haben oder auch mal ein Feilchen (ist schon lange her). Eine Schülerin arbeitet in der Bank im Kundenservice, da geht sowas gar nicht.


    Also kann man in meinen Augen keine klare Grenze ziehen, sondern muss es individuell sehen.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Gut, das jemand ernsthaft zu verletzen oder mehr zu weit geht, darüber muss man nicht reden.

    Es ging mir mehr darum, wie weit man auf Wehleidigkeit, boshaft formuliert, Rücksicht nehmen sollte.

    Das ich heute viele Sache einfach weggrinse liegt nicht an meinem Heldenmut oder einem Wunder. einfach Gewöhnung.

    Ich stelle mal die These in den Raum das Abhärtung durch stetiges Training funktioniert.

    Ohne eine gewisse Härte gegen sich selbst macht keine KK wirklich Sinn, weder im Dojo noch in der Realität

    NIL DESPERANDUM

  • Da bin ich voll und ganz bei dir. Ich habe jahrelang VK trainiert und der alte Verein war auch für seine "Härte" bekannt und berühmt. Alle die von da kamen, konnten entsprechend austeilen, aber auch einstecken.

    Bei den SV Sachen war es so, das niemend mitgesprungen ist, wenn der Hebel nicht ordentlich drin war und es genügend Druck gab.

    Da hatte sich aber auch das entsprechende Klientel gefunden.

    Als kleine Anekdote: Wir auf einem Lehrgang, ich unterhalte mich mit einem anderen Trainer eines anderen Vereins über die Schüler.

    Er: Das ist xyz, mit 80kg mein schwerster Schüler.

    Ich: Das ist abc mit 85kg mein leichtester Schüler.

    Und ich habe noch "oldschool-Training" erlebt, wo es richtig zur Sache ging. Du bist nach dem Sparring, nach der freien SV, etc. von der Matte gehumpelt, weil die Schienbeine blau und dick waren, du hattest Probleme dich unter der Dusche abzuseifen, weil alles schmerzte, aber beim Bierchen danach war alles wieder gut.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Ich denke, es ist gut, dass es viele verschiedene Kampfkunst-Stile und Kampfsportarten gibt, so dass jede/r sein persönliches Level an "Realismus" finden kann. Ich habe zum Beispiel mit ein paar blauen Flecken nach dem Training kein Problem, würde mich aber z.B. mit Sparring mit harten Schlägen zum Kopf schwer tun. Ich kann aber auch jeden verstehen, der im Sommer nicht ständig erklären möchte, warum denn da jetzt wieder so viele Blutergüsse sind. Oder auch denjenigen, für den Schmerzen jetzt kein akzeptabler Teil der Freizeitgestaltung sind.

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