Probetraining nicht kostenlos

  • Muss ein Probetraining kostenlos sein?

    Ich las vor kurzem sollte das Training nicht kostenlos sein dann raus da.


    Wir in der Fight Lounge haben jetzt auch 5 Euro für Neulinge eingeführt. Wird bei Anmeldung aber angerechnet.


    Und bei meinem 1. Verein hat es auch 6 Euro gekostet. Wurde bei Anmeldung auch angerechnet.


    Ich dachte immer das ist Schutz vor Trainings Tourismus.


    Ist das jetzt Falsch?


    Muss ein Probetraining kostenlos sein?

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  • Ist eine Frage der Philosophie der Schule oder des Vereins.


    Hat Vor- aber auch Nachteile.

    Als Vorteil ist definitiv die Vermeidung des Trainingstourismus zu sehen, andererseits schreckt sowas auch viele Leute ab überhaupt einen Fuß in den Laden zu setzen.


    Ich spreche jetzt mal für mich ganz persönlich.

    Ich war viel beruflich unterwegs zu Weiter- und Fortbildungen, quer durch ganz Deutschland. Nach Corinna stehen noch 2 Stück an, jeweils an Fortbildungsstätten, wo ich noch nie war.

    Dort suche ich mir auch immer eine KS/KK/SV wo ich in den 4 Wochen mittrainieren möchte. Ich rufe meist da vorher an und erkläre meine Beweggründe. Wenn dann schon direkt kommt: Probetraining kostet aber x Euro. bin ich meist woanders hin.

    Was nicht heißt, dass ich für die 4 Wochen keinen Beitrag zahle, sondern es ist dann oftmals die Art, wie sowas vermittelt wird.


    Bei uns ist 2x Probetraining kostenlos die Regel. Ltztes Jahr waren 2 Leute bei uns die für 6 Wochen auf Montage in der Nähe waren. Beide haben das Probetraining genutzt und dann gefragt, wie es für die restlichen 5 Wochen aussieht. Da hieß es von der Abteilungsleitung: 5 € pro Person.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Was ist an Trainingstourismus eigentlich falsch?

    Ist doch legitim das man überall mal 1 Probetraining macht, schon um überhaupt zu erfahren ob die Schule oder Verein ein Zusagt.

  • Was ist an Trainingstourismus eigentlich falsch?

    Ist doch legitim das man überall mal 1 Probetraining macht, schon um überhaupt zu erfahren ob die Schule oder Verein ein Zusagt.

    Ist auch wieder nur meine persönliche Meinung:
    Einige halten sich für was besseres und wollen nicht, das Leute einmal vorbei kommen um sich mit ihnen ablichten zu lassen oder dann in ihrer eigenen Vita damit angeben, bei xyz trainiert zu haben.

    Anderen ist es auch einfach zu anstrengend, weil immer wieder Neue erscheinen, die eh kein wirkliches Interesse haben. Diese Leute hält man auch damit ab und spricht nur die an, die wirkliches HGrundlageninteresse haben.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

    • Hilfreichste Antwort

    So ein bisschen sehe ich da auch wieder einen Unterschied zwischen einem Verein und einer kommerziellen Kampfsportschule. Bei einem Verein finde ich es komisch, wenn die für ein Probetraining Geld nehmen, ehrlich gesagt. Bei einem kommerziellen Anbieter finde ich es legitim, solange es in einem vernünftigen Rahmen bleibt. (Unter 10 € finde ich auf jeden Fall vertretbar, ist dann mehr so eine "Schutzgebühr", ich denke, wer das nicht bereit ist, zu bezahlen, der hat dann auch nicht wirklich Interesse ... da denke ich ähnlich wie Schnueffler, dass es dabei nicht darum geht, Einnahmen zu generieren, sondern eher, irgendwelche Idioten, die so aus Scherz mal vorbeikommen wollen, auszusieben). Am sinnvollsten finde ich es, wenn es die Möglichkeit zu einem kostenlosen (oder halt sehr günstigen) Probetraining gibt, und außerdem die Möglichkeit, für Gäste, die z.B. während eines Urlaubs oder wenn sie auf Montage sind oder so, für einen angemessenen Preis eine kurze Zeit lang mitzutrainieren, ohne ein Abo, eine Mitgliedschaft oder so abschließen zu müssen. Bei Vereinen ist das allerdings dann wieder versicherungstechnisch schwierig. Unser Verein handhabt das deswegen so, dass Mitgliedschaften monatlich kündbar sind. Wenn also jemand weiß, dass er für vier Wochen mittrainieren will, kann er einfach für einen Monat Mitglied werden.


    Ich habe neulich bei zwei verschiedenen Personaltrainern Probetrainings gemacht. Da verstehe ich vollkommen, dass die für ein Probetraining was berechnen, schließlich investieren die da eine ganze Menge Zeit nur für eine Person. Allerdings hat der eine, nachdem ich dann nicht Kunde bei ihm geworden bin, die Stunde zum vollen Satz von 110 € berechnet (was wir vorher so auch nicht besprochen hatten, da war nur die Rede von seinem monatlichen Abopreis und von einem "unverbindlichen" Probetraining). Da habe ich schon ein bisschen geschluckt. Der andere Trainier hat für die Probestunde 45 € genommen, das ist sein halber regulärer Satz für eine Einzelstunde. Das fand ich völiig okay, zumal er das auch vor der Terminabsprache für das Probetraining ganz klar so kommuniziert hat. Bei dem trainiere ich jetzt auch weiter.

  • Vielleicht sollte man es auch mal aus der Perspektive des Trainers sehen.

    Natürlich soll eine Trainingsgruppe wachsen, und dazu ist es nötig, dass immer wieder neue Teilnehmer dazukommen.


    ABER ...

    Es hat sich in den vergangenen Jahren eine regelrechte Unkultur des "Gym Hopping" bzw. des "Ich probiere das mal unverbindlich aus!" breitgemacht.

    Probetrainierende kündigen ihr Kommen an - und erscheinen dann einfach nicht. Sie sagen nicht ab, sie tauchen einfach nicht auf.

    Das ist unhöflich und ließe sich wohl nur eindämmen, wenn eine Gebühr für das Probetraining erhoben würde.


    Wenn Probetrainierende dann doch am Training teilnehmen, haben sie oft völlig unrealistische Vorstellungen.

    In der Regel haben sie keinerlei Erfahrung, kaum Grundkenntnisse, dafür aber jede Menge motorische Defizite.

    Nun interessieren sie sich bspw. für Judo oder Bjj, und sie möchten ein Probetraining absolvieren.

    So weit, so gut - aber diese Probetrainierenden erwarten ganz selbstverständlich, dass der Trainer sich wie ein Dienstleister verhält.


    Der Probetrainierende möchte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Trainers stehen, der sich um ihn "kümmern" soll.

    Oft versteht der Probetrainierende auch nicht, dass es bspw. im BJJ eine Hierarchie gibt, in der er selbst ganz unten rangiert.

    Sobald dies freundlich vermittelt wird (um klarzumachen, dass man sich mit Wünschen, Forderungen und vor allem mit Kommentaren zurückzuhalten hat), fangen etliche Probetrainierende an, eine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen, in der sie ungebeten zu erklären versuchen, dass sie hierarchische Ordnungen ablehnen ... blablabla ...

    Solche Leute stören das Training!

    Die inzwischen weitverbreitete Schneeflöckchen-Mentalität macht es nicht besser; der Probetrainierende geht ganz selbstverständlich davon aus, dass ihm schon bei seinem ersten Besuch im Gym das volle Dienstleistungsprogramm geboten wird, und dass der Trainer so etwas wie ein Kellner oder Verkäufer ist, der auf alle geäußerten Wünsche sofort einzugehen und diese zu erfüllen hat.

    Dies ist respektlos, denn gerade im BJJ stehen oft sehr gute, hochgraduierte Trainer vor der Gruppe, und es ist eine Frechheit, die zu behandeln als wären sie Servicepersonal.


    Und wenn Probetrainierende schon meinen, sie hätten das Recht, eine Dienstleistung einzufordern, dann sollten sie diese Dienstleistung auch bezahlen.

    Ich kann daher jeden Gym-Betreiber verstehen, der für die Teilnahme an einem Probetraining eine Gebühr einfordert.

  • Wir als Verein bieten nur noch Probetrainings an, dass was kostet. Wir nehmen sogar 30,- EURO für 3 Trainingstage. Dazu muss man sich über unsere HP anmelden. Grund hierfür wurde schon ausführlich erklärt: Vorher hatten wir praktisch an jedem Trainingstag irgendwelche Leute bei uns, die unsere Trainer bindeten und unserer regulären Trainingsgruppen hin und wieder durcheinander brachten. Das haben wir bei uns im Vorstand besprochen. Nun haben wir Anmeldungen, bei denen wir wissen, dass sie motiviert sind und für die wir uns Zeit nehmen können, weil die eben mit eingeplant werden können. Derweil läuft das Training wesentlich ruhiger ab und wir können im Probetraining mit den Interessenten alles klären, was zu klären ist. Für uns war das ein richtiger Schritt.

    Was wir nicht wollen: Rote Pappnase aufsetzen und Leute bespaßen. Lange, lange haben wir uns das angeschaut und mitgemacht. Das haben wir geändert, weil wir a) die Qualität in den Trainingsgruppen beibehalten wollten und b) die Qualität des Probetrainings erhöhen wollten. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Zwar haben wir immer noch viele Anfragen (woran man sieht, dass Kosten nicht ganz abschrecken), diese werden allerdings über das System auf die Trainingstage verteilt.

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

  • Da wir generell mit mindestens 2 Trainern auf der matte stehen und ca. 3-5 weitere Trainer selbst zum trainieren da sind, handhaben wir das meist so, dass sich einer der mittrainierenden Trainer den / die Neue schnappt und mit dem / der dann trainiert.

    Wenn es solche Störenfriede sind, wie rambat sie gerade beschrieben hat, dann ist für solche Leute das Probetraining auch schonmal nach 30min beendet gewesen.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Jetzt habe ich das Problem das ich auch ein Probetraining in einer anderen Kampfsportschule machen will. Wirkliches Interesse habe ich aber auch nur sekundär. Da ich in meiner Kampfsportschule bleiben möchte.


    Ich will mir nur mal ansehen ob das Training mir zusagt.

    Ich tendiere aber dazu das es zu 90% nichts wird.

    Ist das nun legitim oder gehöre ich damit auch zu den Trainingstouristen?

  • Dann kommt es darauf an, ob ich es Finanziell stemmen kann.

    Mit aufgerundet 60 Euro Beitrag habe ich es in der Fight Lounge schon.

    Sollte sich der Beitrag untwr 100 Euro bleiben, dann vielleicht machbar.

    Und ich habe noch ein Probetraining in gladbach vor mir!

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