Warum ist Backfist im Boxen nicht erlaubt

  • im Kickboxen, Thaiboxen und K1 darf man Backfist machen.

    Im Klassischem Boxen wird man dafür disqualifiziert.

    Aber warum ist die Backfist im Boxen nicht erlaubt?

  • Nicht nach jedem Regelwerk im KB oder auch TB, was wir hier kennen, ist die Backfist erlaubt.

    Jemand macht ein Regelwerk und andere kämpfen danach.

    Wenn dir die Regeln nicht passen, kämpfst du woanders.

    Ich kämpfe kein Judo mehr, weil mir das Reglement nicht mehr passt.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Auf die Gefahr hin, dass die Antwort Dir nicht wirklich weiterhilft:
    Weil es verboten ist.

    Im Ernst, das scheint der einzige Grund zu sein. Ich habe mehrere Spekulationen dazu gelesen, dass die Rückhandschläge als zu gefährlich angesehen werden; aber ein Begründung zur der Regel im Boxen habe ich nicht finden können. Es sind nur Schläge mit der Vorderseite des Handschuh erlaubt: Keine Handkanten, keine Rückseiten, keine Innenseiten, keine offene Faust. Trefferfläche ist die Vorderseite des Oberkörpers oberhalb der Gürtellinie und einschließlich des Gesichts.

    In älteren Regeln gab es zu den Aktionen, die als Faul galten nur folgendes: Kopfstöße, Schlagen des am Boden befindlichen Gegners, Schlagen/Greifen unterhalb der Gürtellinie, alle Versuche mittels Reißen/Kratzen/Stechen mit Fingern, Nägeln oder Beißen, Treten oder beabsichtigt auf den Gegner fallen und die Verwendung von harten Materialien (Steine, Holz, Harz) in der Hand. (Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/London_Prize_Ring_Rules) Hier wird offensichtlich nichts zur Art des Faustschlages erwähnt. Scheint also eine moderne Regelung zu sein. Wahrscheinlich, wie die meisten Regeln im Kampfsport, zur Verletzungsvermeidung.

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Der Grund ist simpel: Die Backfist wird als "unsaubere" Technik angesehen, zumeist aus der Drehung ausgeführt, ist sie so gut wie unkontrollierbar. So, wie ich den Boxsport kennengelernt habe, gelten dort nur klar zu identifizierende und zu kontrollierende Techniken. Die Backfist gehört nicht dazu.

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

  • Der Grund ist simpel: Die Backfist wird als "unsaubere" Technik angesehen, zumeist aus der Drehung ausgeführt, ist sie so gut wie unkontrollierbar. So, wie ich den Boxsport kennengelernt habe, gelten dort nur klar zu identifizierende und zu kontrollierende Techniken. Die Backfist gehört nicht dazu.

    Danke, ich hatte vergessen, dass man sich dabei ja meistens dreht! Damit wäre ein Konter deutlich erschwert, da man nicht in den Rücken schlagen darf. Sicherlich ein weiterer Aspekt...

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Danke, ich hatte vergessen, dass man sich dabei ja meistens dreht! Damit wäre ein Konter deutlich erschwert, da man nicht in den Rücken schlagen darf. Sicherlich ein weiterer Aspekt...

    Das wäre ja aus *Angreifer Sicht* der *Vorteil*, dass der Gegner nicht im Rücken reinschlagen darf.

  • Das wäre ja aus *Angreifer Sicht* der *Vorteil*, dass der Gegner nicht im Rücken reinschlagen darf.

    Und "unfair" aus Sicht des Verteidigers. Und ggf. auch "feige". Wie Paladin ja auch schrieb, gibt es ein Selbstverständnis des Boxsports, der auf saubere und klare Aktionen setzt.

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!