Kampfkunst bzw. Kampfsport = Eure Reformvorschläge

  • Kampfkunst bzw. Kampfsport ist in Deutschland nicht besonders beliebt im Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland. Derweil bleiben im kollektiven Gedächtnis der meisten Menschen, wenn man sie nach den ihnen bekannten Kampfkünsten fragt, nur sehr wenige Systeme übrigen: Kickboxen, Boxen, Ju-Jutsu an vorderster Stelle, Judo, Karate und Taekwondo folgen auf dem Fuß. Will sagen: Die meisten Systeme sind und bleiben den Menschen unbekannt.

    In diesem Thread möchte ich mit euch zusammen überlegen, warum die Kampfkunst in Deutschland einen so geringen Stellenwert hat und was gute Ideen bzw. Inspirationen wären, um dies zu ändern?

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

  • Sponsorin, Medienpräsenz und Werbung.


    Welcher namhafte Hersteller sponsort denn eine KK/KS/SV-Art?

    Wie oft sieht man eine dieser Arten in der Sportshow oder anderen Sendern? Wenn ich aktuell sehe, wie viel und wie lange zur besten Sendezeit Gewichtheben auf Eorosport läuft, sind z.B EM und WM im Judo um 23:30 Uhr zu sehen, in der Sportshow ggf, wenn ein Deutscher ne medaille geholt hat.


    Wo ist ein Sportler oder gar eine ganze Art Werbeträger?

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Kampfkunst bzw. Kampfsport ist in Deutschland nicht besonders beliebt im Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland.

    Das ist eine Aussage, die ich so nicht für richtig erachte, wenn man mal alle zusammenzählt ( angefangen bei den Kids bis hin zur Seniorengruppe) kommt man sicherlich auf eine Zahl, die weit über anderen Sportarten ( ich schieß einfach mal Badminton raus) liegt. 2020 waren dort 184.000 Menschen registriert. In der KK/KS/SV gibt es nun mal keinen zusammenhängenden Dachverband, einige Schulen/ Vereine sind entweder gar nicht in einem Verband, oder wie bei mir der Fall in einem koreanischen Verband angeschlossen. In vielen Vereinen laufen KK/KS nicht als eigenständige Meldegruppe beim DOSB, die werden dann gern der Leichtathletik oder sonst wem zugerechnet.

    Kleines Rechenexempel: Es gab 2020 88.000 Vereine in Deutschland, aus meiner Einschätzung findest Du mindestens in jedem 20ten eine KK/ KS Abteilung mit , sagen wir mal 30 Mitgliedern ( die einen mehr, die anderen weniger) , das sind schon mal 132.000. Übrigens auch die Zahl, die alleine der Deutsche Judobund für 2020 angibt. Dann noch die ganzen komerziellen Schulen.......

    Ich sehe nicht, das KK/KS unbeliebt ist.

    Derweil bleiben im kollektiven Gedächtnis der meisten Menschen, wenn man sie nach den ihnen bekannten Kampfkünsten fragt, nur sehr wenige Systeme übrigen: Kickboxen, Boxen, Ju-Jutsu an vorderster Stelle, Judo, Karate und Taekwondo folgen auf dem Fuß. Will sagen: Die meisten Systeme sind und bleiben den Menschen unbekannt.

    Nun, ich würde die Bekanntheit anders werten, nämlich Judo, Karate, Boxen und KungFu, dann erst die anderen. Hapkido ist immer noch stark erklärungswürdig, das kennt kaum jemand. Die Bekanntheit wird doch durch Stadtteilfeste geprägt, da sich dort Vereine immer wieder - verständlicherweise- darstellen. Ist auch gut so. Aber es sind halt oft die bekannteren Systeme die dort auftreten.....

    In diesem Thread möchte ich mit euch zusammen überlegen, warum die Kampfkunst in Deutschland einen so geringen Stellenwert hat und was gute Ideen bzw. Inspirationen wären, um dies zu ändern?

    Ich sehe das nicht so, KK/KS haben keinen geringen Stellenwert, woran machst Du das fest? Ich sehe Eltern, die gern hätten, dass ihre Kids sowas machen( Selbstbewusstsein/Disziplin und der ganze Tenor), das immer mehr Frauen sich trauen KK/KS anzufangen. Oder machst Du das an der Präsenz im TV fest? Dann wird es nichts mit Stellenwert werden, da damit nunmal kaum Geld zu verdienen ist, ( ausser beim Promiboxen im TV)- das hat aber andere Gründe.


    Noch einmal, was siehst du als benchmark für den Stellenwert, solange der nicht definiert ist kann man darüber nicht diskutieren.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Wenn ich aktuell sehe, wie viel und wie lange zur besten Sendezeit Gewichtheben auf Eorosport läuft, sind z.B EM und WM im Judo um 23:30 Uhr zu sehen, in der Sportshow ggf, wenn ein Deutscher ne medaille geholt hat.

    Um auch das von Kibon mit aufzugreifen, hier mal ein paar eher nicht im Mainstream verankerte Sportarten mit ihrem im DOSB gelisteten Dachverband:
    Bundesverband Deutscher Gewichtheber - 218 Vereine, ca. 20.300 Mitglieder (Quelle)
    American Football Verband Deutschland - 450 Vereine, ca. 67.300 Mitglieder (Quelle)
    Deutsche Billard-Union - 787 Vereine, ca. 25.900 Mitglieder (Quelle)
    Deutscher Eishockey-Bund - 100 Vereine, ca. 20.600 Mitglieder (Quelle)

    Hier die Zahlen zu dem im DOSB gelisteten Dachverbänden von KK/KS:
    Deutscher Judo-Bund - 2.188 Vereine, ca. 134.400 Mitglieder (Quelle)
    Deutscher Karate Verband - 2.464 Vereine, ca. 152.800 Mitglieder (Quelle)
    Deutscher Ju-Jutsu-Verband - 965 Vereine, ca. 51.800 Mitglieder (Quelle)
    Deutsche Taekwondo Union - 912 Vereine, ca. 60.600 Mitglieder (Quelle)

    Angehängt auch noch mal eine nach Mitgliederzahl geordnete Liste aus der Bestandserhebung des DOSB 2020 (Quelle PDF)

  • Noch einmal, was siehst du als benchmark für den Stellenwert, solange der nicht definiert ist kann man darüber nicht diskutieren.

    Ich messe das an den puren Zahlen der Mitglieder - woran sonst? Hast Du evtl. andere Ideen? Dass man selbst als Kampfsportler Kampfsport gut findet, ist m. E. selbsterklärend. Die Frage nach der Popularität kann man wirklich einfach in der Tabelle von Tai_Eule nachlesen. Dabei wird kein Trainer bzw. Meister oder kein Verein oder keine Schule bei der Veröffentlichung von Werbung blockiert und mehr gehindert, als die anderer Sportangebote.


    Übrigens: Ich bekomme immer mehr mit, dass Eltern "Selbstbewusstsein" nicht mehr so stark mit Kampfsport, sondern mit "Erfolgserlebnissen" in Verbindung bringen, was pädagogisch gesehen auch die bessere Verbindung ist. Ob diese Erfolgserlebnisse dann im Kampfsport, beim Fußball, beim Reiten oder beim Schwimmen stattfinden, ist sekundär.

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  • Nun, ich lese es gerade so aus deinen beiden posts, dass Du dir da gerade widersprichst, so nehme ich es war. Im ersten post schreibst Du von einem geringen Stellenwert. Nachdem Tai und ich da aber Zahlen geliefert wurden wird der Stellenwert an diesen festgemacht.Oder verstehe ich dich da falsch?

    Ich sehe einen Stellenwert da anders gelagert, klar spielen Zahlen eine Rolle, aber es gibt wie bei jeder Statistik auch hier Nebeneinflüsse, die in solch eine Bewertung einfließen. Gesellschaftliche Akzeptanz, Wahrnehmung der jeweiligen Sportart, kann man sich irgendwie mit dieser identifizieren ( heisst: würde ich die selbst gern ausüben? ) Synchronschwimmen läge bei mir da ganz weit hinten ;).Sicherlich können auch gesundheitliche Aspekte in eine Sportart einfliessen.

    Will man den Stellenwert und, was ich für wichtiger erachte, die Anerkennung und das Interesse erhöhen, muss man

    diese Nebeneffekte vielmehr in den Vordergrund stellen, wegen der Zahlen kommt kein neuer Schüler.


    Beim letzten Absatz stimme ich dir zu, das ist mir nun auch schon mehrfach aufgefallen, anscheinend muss ein Knabe mit 10 unbedingt schon mindestens deutscher Meister sein, sonst taugt die KK und der Lehrer nichts.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Ich schrieb vom Stellenwert bzw. Ranking und meinte damit nicht "gesellschaftliche Akzeptanz". Ich denke, dass man aufgrund bestehender Mitgliedschaften sehr gut ein Ranking erkennen kann. Wie du nun das Wort "Stellenwert" interpretierst, konnte/kann ich nicht wissen, aber - erhlich gesagt - interessiert es mich für meine Sichtweise auch nicht so sehr. Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis aufklären.

    Zum Rest: Beobachte ich ähnlich, allerdings so sind die Menschen. Ich glaube, viele würden gerne einen Kampfsport trainieren, wobei es bei der Absicht bleibt. Da - so glaube ich auch - stellt sich der Kampfsport selbst ein Bein... er suggeriert superfitte Superkämpfer, Gelenkig, Schnell und immer Wissend. Das schafft natürlich Zugangshürden, insbesondere für eher unsportlichere oder ältere. Dabei ist Kampfsport ja ein Angebot für jeden...

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  • Addiert man die im DOSB aufgeführten KK/KS Mitgliederzahlen, landet man mit ~588.300 auf Platz 11. Das ist jetzt nicht in den oberen Rängen, aber bei ~60 Sportarten schon recht deutlich im oberen Fünftel.

    Ich denke, ein "Problem" ist, dass es schwerer ist, sich spontan für Kampfsport zu treffen: Nehme ich einen Ball, kann ich mit damit, je nach Art mehr oder minder gut, Fußball, Volleyball oder Basketball spielen. Diese Sportarten sind auch sehr gut skalierbar: ob alleine oder mit 20 Leuten, alles machbar. Es gibt öffentliche Anlagen für diese Sportarten oder sie sind einfach zu improvisieren, man nehme nur den Klassiker: zwei Jacken machen ein Tor. Unterschiedliche Fertigkeitsniveaus lassen sich in Mannschaftssportarten auch spontan gut ausbalancieren ("Ihr bekommt den guten Stürmer, wir dafür den guten Torwart").

    Versuche ich jetzt, mich spontan für Kampfsport zu treffen, wird das deutlich schwieriger. Es fängt schon mit der Art des gemeinsamen an: Sparring, Technikübungen, Drills? Ist das Ganze überhaupt kompatibel? Welche gemeinsame Basis könnte ich als jap. Schwertfechter mit einem Boxer finden? Dazu kommt das Verletzungsrisiko; zumindest in einigen KK/KS Formen ist ja das irgendwie geartete Ausschalten eines Kämpfers das Ziel. Passiert dabei ein Fehler (oder wird einfach entsprechend hart trainiert), kann es schnell zu Verletzungen kommen, die eine gewisse öffentliche Wirkung haben, wie z.B. blaue Flecken im Gesicht oder anderweitig beeinträchtigender Natur sind. Dazu das in letzter Zeit stärker aufkommende Forschungsinteresse an CTE, das mit wiederholten Schlageinwirkungen auf den Kopf in Zusammenhang gebracht wird. Ich kenne mehrere Beispiele auf meinem Bekanntenkreis, die sich von KK/KS fern halten, weil sie Verletzungen oder Langzeitschäden befürchten. Da hilft es auch nicht, dass die Verletzungsrate für behandlungsbedürftige Verletzungen beim Fußball meines Wissens nach höher ist. Skalierbar ist KK/KS auch nicht so frei wie oben genannte Ballsportarten, da ich entweder als Einzelperson oder in der Regel in Paarungen übe. Je nach KK/KS brauche ich auch sehr spezielles und damit teures Equipment.


    Dabei ist Kampfsport ja ein Angebot für jeden...

    Ich würde das etwas ausdifferenzieren wollen. Meine Ansicht nach gibt es für jeden einen Kampfsport, aber nicht jeder Kampfsport ist für jeden geeignet.
    Was macht man nun, wenn die geeignete KK/KS aber nicht der Interessenlage entspricht? Die wird man glaube ich nicht abholen können. Die Motivationslage, mit KK/KS anzufangen oder dabeizubleiben ist ja interindividuell auch sehr unterschiedlich. Damit wird auch eine "Imagekampagne" für die breite Öffentlichkeit, die zeigt, was es alles an KK/KS da draußen gibt, schwierig. Ich beobachte in einem anderen Forum regelmäßig, wie sich zwei Leute Seitenlang darüber auseinandersetzen, was denn Aikido sei und wie das zu lernen ist; ob man da eine einheitliche Botschaft zusammenbekommt, wage ich zu bezweifeln.

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Ich schrieb vom Stellenwert bzw. Ranking und meinte damit nicht "gesellschaftliche Akzeptanz". Ich denke, dass man aufgrund bestehender Mitgliedschaften sehr gut ein Ranking erkennen kann. Wie du nun das Wort "Stellenwert" interpretierst, konnte/kann ich nicht wissen, aber - erhlich gesagt - interessiert es mich für meine Sichtweise auch nicht so sehr. Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis aufklären.

    Deswegen fragte ich in #3 nach deiner Definition des Stellenwertes, damit man eine einheitliche Diskussionsgrundlage hat. Also rein zahlenbedingt.

    Addiert man die im DOSB aufgeführten KK/KS Mitgliederzahlen, landet man mit ~588.300 auf Platz 11. Das ist jetzt nicht in den oberen Rängen, aber bei ~60 Sportarten schon recht deutlich im oberen Fünftel.

    Soweit, so gut. Die Zahlen des DOSB gelten aber nur im Rahmen der in Vereinen angemeldeten Sportler.Freie Schulen, also grob gesagt gewerbliche Betriebe, müssen nicht im DOSB sein, vielmehr wird diesen Schulen durch die DOSB Satzung sogar der Beitritt verwehrt. Also sollten wir die Zahl nach oben korrigieren und sind beim Ranking dann mindestens auf PLatz zehn.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Ich fragte ja anfangs nach dem Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland. Im Folgenden hierzu mal eine ganz andere Liste, unabhängig von Organisationen und Verbände. Ich glaube, die trifft meine Frage besser, weil die Resultate aus persönlichen Interviews bestehen und nicht aufgrund der Zahl von Mitgliedern.


    Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) war Fußball im Jahr 2020 die beliebteste Sportart in Deutschland: Etwa 33,6 Prozent der befragten Deutschen gaben an, sich ganz besonders für Fußball zu interessieren. Derweil besaßen rund 14 Prozent ein besonderes Interesse an dem Sport Skispringen und etwa 13,3 Prozent konnten sich besonders für Handball begeistern. Die Anzahl der Personen, die sich Sportübertragungen oder Sportsendungen sehr gern im Fernsehen anschauen, lag bei rund 18 Millionen.


    Auf der gleichen Seite von Statista.com finden sich dann auch die "beliebtesten Sportarten in Deutschland nach Interesse der Bevölkerung an dem Sport in den Jahren 2018 bis 2020. Hier kann man, wenn man mit der Maus über die Balken fährt, gleichfalls die Trends ausmachen. Insgesamt sind 29 Sportarten gelistet, also vom Fußball, über Eishockey, Ski-Langlauf, Reiten und Snowboarding, bis hin zu E-Sports und Tanzen. Ein wirklich breites Sprektrum. Als einziger Kampfsport wird hier das Boxen auf Platz 8 gelistet. Nicht schlecht. Allerdings tauchen hier Judo, Karate oder Taekwondo erst gar nicht auf. Schaut selbst: STATISTIK

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

  • Ich bin mir gerade nicht sicher, ob die Statistik für diese Diskussion wirklich aussagekräftig ist. So wie ich es herauslese, werden hier Zahlen des Interesses an bestimmten im Fernsehen übertragener Sportarten dargestellt. 14 % haben Interesse am Skispringen - also sehen sich das gern an, würden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals da runterspringen. Ich schließe mich da ein, habe es in Garmisch mal angeschaut und war auch oben, aber selber da runter? Nie im Leben.


    Ich sehe in dieser Statistik eher eine Zuschauerermenge als Ausübende.

    Generell ist es doch wohl eher eine Frage von Angebot und Nachfrage, mit KK ( außer Boxen/ Kickboxen) ist wohl nicht genug Geld zu machen. Die Präsenz im TV der Sportart Kickboxen hat ja nach dem Ende von Dr. Theiss auch abgenommen.

    Wie Schnüffler ja schon weiter oben schrieb kommt Judo um 23:30 Uhr, wer daran wenig Interesse hat, wird dann um die Uhrzeit auch nicht mehr schauen.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Habe hier mal noch etwas gefunden, dass sich auf die Ausübenden bezieht.. ist zwar aus 2017 und da her nicht Corona-Irritiert ;)

    Also bei der Frage nach den beliebtesten Sportarten geht es ja in erster Linie nicht darum, ob man den Sport auch aktiv ausübt, dann wären wir ja wieder im organisierten Bereich, es geht rein um die Beliebtheit, zumindest mir geht es darum. Insofern dürfte die Pandemie dabei keine wesentliche Rolle spielen.


    Was die Aussagekraft der von mir angeführten Studie anbelangt, hast Dich wahrscheinlich verlesen. Die Statistik beruht auf Interviews und zielt - wie die Überschrift auch deutlich macht - tatsächlich ausschließlich auf die Beliebtheit. Dich hat wahrscheinlich der letzte Satze irritiert: "Die Anzahl der Personen, die sich Sportübertragungen oder Sportsendungen sehr gern im Fernsehen anschauen, lag bei rund 18 Millionen." Das ist nur eine Ergänzung und informiert, dass 18 Millionen Menschen Sport im Fernsehen sehen, zu denen ich übrigens auch gehöre ;)

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  • Nur eine kleine Verständnisfrage.

    Also es geht um die Beliebtheit einer Sportart. O.K.

    Die andere Aussage hingegen halte ich für unrichtig. Nur weil man einen Sport aktiv ausübt muss man doch nicht automatisch im organisierten Bereich eingeordnet sein. Radfahren z.B. ,auch sportlich, kann man ohne auch Verbandsgedöns. Das Problem was dabei auftritt, wie soll man diese graue Gruppe zählen ? Weglassen, kontraproduktiv, denn sie ist ja da.

    Also bei der Frage nach den beliebtesten Sportarten geht es ja in erster Linie nicht darum, ob man den Sport auch aktiv ausübt, dann wären wir ja wieder im organisierten Bereich, es geht rein um die Beliebtheit, zumindest mir geht es darum. Insofern dürfte die Pandemie dabei keine wesentliche Rolle spielen.

    NIL DESPERANDUM

  • Tja, das Thema ist viel komplexer als im topic genannt.

    Wir müssten jetzt noch den Begriff Beliebtheit ausdifferenzieren, da habe ich anscheinend eine ganz andere Auffassung.

    Ich sehe , wir kommen da nicht zusammen..

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Ich finde nicht, dass das Thema komplexer ist. So, wie Kajihei ja schon m. E. richtig beschrieb, geht es um Beliebtheit. Da eben viele Menschen nicht organisiert Sport betreiben, leuchtet mir ein, das Rankings, z. B. vom DSB oder auch vom DOSB diese Gruppe nicht erfassen kann. Erfasst wurde diese Gruppe allerdings - zumindest teilweise - über die Interviews. Was den Begriff Beliebtheit betrifft, glaube ich, konnten die befragten Personen schon was damit anfangen, wie ich eben gelesen habe, waren ja auch Mehrfachnennungen möglich.


    Will sagen, dass das Interview m. E. schon deutlich die beliebtesten Sportarten in Deutschland (so ist ja auch die Überschrift, ohne Definition) abbildet. Besonders ist hervorzuheben, dass es hier auch um die Jahre 2018 - 2020 geht, also die Zahlen vor und während der Pandemie beinhaltet, die man explizit auch einfach nachlesen kann. Insgesamt m. E. also sehr transparent, Allerdings ist das eben "nur" ein repräsentativer Durchschnitt, aber das ist auch im Kasten rechts neben den Zahlen zu lesen.


    Deutlich wird dadurch, dass außerdem dem Boxsport keine anderen Kampfsportarten benannte werden. Laut Fragestellung sind die also nicht so beliebt, wobei ich wieder bei meiner Anfangsfrage hänge...

    ...und wieder einen Schritt weiter :thumbup:

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