Was denkst Du gerade?

  • Also da ich ja von der Mehrwertsteuer profitiere, da ich ja von Steuergeldern lebe, ist mir die Senkung eher egal. ...

    ... dieser kausale Zusammenhang will mir nicht so ganz einleuchten ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

    Einmal editiert, zuletzt von ida ()

  • Der Zusammenhang ist simpel. unser Pharao lebt auf Staatskosten

    Also da ich ja von der Mehrwertsteuer profitiere, da ich ja von Steuergeldern lebe, ist mir die Senkung eher egal.


    Ich glaube ich lebe nicht mal von Steuergeldern, ich glaube bei Grundsicherung sind es die Rentenbeiträge die dafür aufkommen.

    Diese Aussage ist einfach Blödsinn. Wenn du z.B. auf Hartz IV bist macht es sehr wohl einen Unterschied wie viel Mehrschweinsteuer auf ein Lebensmittel zu entrichten ist.

    NIL DESPERANDUM

  • Ich bin absolut kein Spontan- oder Schnäppchenkäufer. Ich kaufe Dinge nur, wenn ich sie wirklich benötige oder auch nach einem längeren darüber Nachdenken (was auch eine gewisse Vorfreude bedeutet) wirklich haben will. Und wenn ich sie mir relativ bequem leisten kann. Insofern spielt die gesenkte Mehrwertsteuer da jetzt für Kaufentscheidungen bei mir keine Rolle. Aber wenn die Wirtschaft hauptsächlich von Konsumenten wie mir leben müssten, wären wir auch schon seit ein paar Jahrzenten in der Rezession:P, insofern ist es wahrscheinlich ganz gut, dass es auch Leute gibt, die wild Geld für pissende Pappmaché-Hunde, teure Parfüms, schnelle Autos oder Marken-Armbanduhren ausgeben.


    Am meisten Geld habe ich in letzter Zeit für Personal Training ausgegeben. Da ich das bar bezahlt habe und auch keine Rechnung bekommen habe, gehe ich mal davon aus, dass die Mehrwertsteuer da eher keine Rolle bei der Preisgestaltung gespielt hat:S

  • Am meisten Geld habe ich in letzter Zeit für Personal Training ausgegeben. Da ich das bar bezahlt habe und auch keine Rechnung bekommen habe, gehe ich mal davon aus, dass die Mehrwertsteuer da eher keine Rolle bei der Preisgestaltung gespielt hat:S

    Ach blöd, dann kannst Du die Kosten leider nicht bei der Einkommensteuererklärung absetzen.


    Ach und dann noch mal aus Berufskrankheit: korrekt heißt es Umsatzsteuer. Auch wenn die halbe Welt von Mehrwertsteuer faselt. Ich habe auch noch nie von einem Mehrwertsteuergesetz gehört...

    Der Satsuma-Flüsterer

  • Kommt drauf an. Man muss es natürlich auf die gesundheitliche Schiene "umbiegen" wenn man ohnehin schon Probleme z.B. der Wirbelsäule per Attest nachweisen kann. Dann in der Regel als außergewöhnlich Belastung, wie z.B. auch Arztrechnungen oder bestimmte verschriebene Medikamente. Allerdings muss natürlich die zumutbare Belastung überschritten werden und dieser überschreitende Betrag zählt dann.

    Man kann aber auch seinen Arbeitgeber fragen, denn die können bis 500 Euro im Jahr LSt und SV frei für spezielle gesundheitserhaltende sportive Maßnahmen bezuschussen.

    Ja, ich weiß, die FA sind da sehr kritisch, aber würde es versuchen. Ich habe schon Sachen bei Mandanten durchbekommen, wo ich mich selbst gewundert habe.


    Aber bei Barbezahlung und ohne Rechnung geht natürlich nüscht. ;)

    Der Satsuma-Flüsterer

  • ich würde es warhscheinlich auch nicht machen. ich bin bei sowas immer zu ehrlich. Ich habe mich auch bei dem anderen Personal Trainer, bei dem ich ein Probetraining gemacht habe, nicht darauf eingelassen, die Sache als Physiotherapie über dei Krankenkasse abzurechnen (was er mir vorgeschlagen hat und wohl bei den meisten seiner Klienten so hält, weil er ziemlich teuer ist). In meinem Fall ist das wirklich reines Privatvergnügen (ist Vollkontakt Kickbox-Training, macht natürlich fit, hat aber sonst keinerlei gesundheitsfördernde Wirkung ... wenn ich mir meine blauen Flecken so angucke vielleicht eher im Gegenteil), da fände ich es falsch, dafür Geld aus dem Gesundheitssystem oder (im Fall der Steuer) der Staatskasse zu benutzen.

  • Alles gut! Wenn es für Dich reines Vergnügen ist, dann ist es auch absolut private Lebensführung.


    Hätte es allerdings einen konkreten gesundheitlichen Hintergrund finde ich schon, dass Folgekosten an das Gesundheitssystem durch fehlende Prävention (bzw. deren Kosten) z.T. bei weitem übersteigen. Deswegen bieten ja jetzt schon einige Krankenkassen Zuschüsse für Mitgliedschaften bei Sportvereinen, sogar Fitnessstudios an.

    Der Satsuma-Flüsterer

  • In dem Fall finde ich es auch super sinnvoll. Mein Vater hat z.B. einen Rückenfitness-Kurs im hiesigen Fitness-Studio bezahlt bekommen. Da ist nichts gegen zu sagen und ich denke auch, dass das dem Gesundheitssystem im Zweifel mehr bringt, als es kostet. Ich fand es nur blöd, dass der Personal Trainer das so selbstverständlich als Abrechnungsmodell vorschlug, obwohl ganz klar war, dass es in meinem Fall wirklich um Freizeitgestaltung ging, und nicht um irgendwelche gesundheitlich motivierte Intervention. Das sagt mir, dass es für ihn und wahrscheinlich auch für viele seiner Kunden okay ist, das System diesbezüglich auszunutzen. Das ist so ähnlich, wie wenn dein Nachbar sich einen neuen Vitrinenschrank fürs Wohnzimmer kaufen will, und dich bittet, den alten doch mal kurz "aus Versehen" umzurempeln, damit man das dann über deine Haftpflicht-Versichrung laufen lassen kann. Sowas ist scheiße. Nicht nur, weil es Betrug ist und somit illegal, sondern vor allem, weil es zutiefst unmoralisch ist.

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