Beiträge von Kibon

    Ich bin mir gerade nicht sicher, ob die Statistik für diese Diskussion wirklich aussagekräftig ist. So wie ich es herauslese, werden hier Zahlen des Interesses an bestimmten im Fernsehen übertragener Sportarten dargestellt. 14 % haben Interesse am Skispringen - also sehen sich das gern an, würden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals da runterspringen. Ich schließe mich da ein, habe es in Garmisch mal angeschaut und war auch oben, aber selber da runter? Nie im Leben.


    Ich sehe in dieser Statistik eher eine Zuschauerermenge als Ausübende.

    Generell ist es doch wohl eher eine Frage von Angebot und Nachfrage, mit KK ( außer Boxen/ Kickboxen) ist wohl nicht genug Geld zu machen. Die Präsenz im TV der Sportart Kickboxen hat ja nach dem Ende von Dr. Theiss auch abgenommen.

    Wie Schnüffler ja schon weiter oben schrieb kommt Judo um 23:30 Uhr, wer daran wenig Interesse hat, wird dann um die Uhrzeit auch nicht mehr schauen.

    Ich schrieb vom Stellenwert bzw. Ranking und meinte damit nicht "gesellschaftliche Akzeptanz". Ich denke, dass man aufgrund bestehender Mitgliedschaften sehr gut ein Ranking erkennen kann. Wie du nun das Wort "Stellenwert" interpretierst, konnte/kann ich nicht wissen, aber - erhlich gesagt - interessiert es mich für meine Sichtweise auch nicht so sehr. Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis aufklären.

    Deswegen fragte ich in #3 nach deiner Definition des Stellenwertes, damit man eine einheitliche Diskussionsgrundlage hat. Also rein zahlenbedingt.

    Addiert man die im DOSB aufgeführten KK/KS Mitgliederzahlen, landet man mit ~588.300 auf Platz 11. Das ist jetzt nicht in den oberen Rängen, aber bei ~60 Sportarten schon recht deutlich im oberen Fünftel.

    Soweit, so gut. Die Zahlen des DOSB gelten aber nur im Rahmen der in Vereinen angemeldeten Sportler.Freie Schulen, also grob gesagt gewerbliche Betriebe, müssen nicht im DOSB sein, vielmehr wird diesen Schulen durch die DOSB Satzung sogar der Beitritt verwehrt. Also sollten wir die Zahl nach oben korrigieren und sind beim Ranking dann mindestens auf PLatz zehn.

    Nun, ich lese es gerade so aus deinen beiden posts, dass Du dir da gerade widersprichst, so nehme ich es war. Im ersten post schreibst Du von einem geringen Stellenwert. Nachdem Tai und ich da aber Zahlen geliefert wurden wird der Stellenwert an diesen festgemacht.Oder verstehe ich dich da falsch?

    Ich sehe einen Stellenwert da anders gelagert, klar spielen Zahlen eine Rolle, aber es gibt wie bei jeder Statistik auch hier Nebeneinflüsse, die in solch eine Bewertung einfließen. Gesellschaftliche Akzeptanz, Wahrnehmung der jeweiligen Sportart, kann man sich irgendwie mit dieser identifizieren ( heisst: würde ich die selbst gern ausüben? ) Synchronschwimmen läge bei mir da ganz weit hinten ;).Sicherlich können auch gesundheitliche Aspekte in eine Sportart einfliessen.

    Will man den Stellenwert und, was ich für wichtiger erachte, die Anerkennung und das Interesse erhöhen, muss man

    diese Nebeneffekte vielmehr in den Vordergrund stellen, wegen der Zahlen kommt kein neuer Schüler.


    Beim letzten Absatz stimme ich dir zu, das ist mir nun auch schon mehrfach aufgefallen, anscheinend muss ein Knabe mit 10 unbedingt schon mindestens deutscher Meister sein, sonst taugt die KK und der Lehrer nichts.

    Es bedarf dazu nur einer gewissen Menge geistiger Getränke, dann werde ich kreativ :)


    Ich wundere mich auch schon, oder wird mein Puzzle gerade schon ausprobiert :/

    Er könnte auch Nudelpuzzle machen: Man nehme weichgekochte Spaghetti und fädele sie in weichgekochte Makkaroni ein, das Ganze dann noch mit öligen Händen- ein lustiger Zeitvertreib allemal!

    Kampfkunst bzw. Kampfsport ist in Deutschland nicht besonders beliebt im Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland.

    Das ist eine Aussage, die ich so nicht für richtig erachte, wenn man mal alle zusammenzählt ( angefangen bei den Kids bis hin zur Seniorengruppe) kommt man sicherlich auf eine Zahl, die weit über anderen Sportarten ( ich schieß einfach mal Badminton raus) liegt. 2020 waren dort 184.000 Menschen registriert. In der KK/KS/SV gibt es nun mal keinen zusammenhängenden Dachverband, einige Schulen/ Vereine sind entweder gar nicht in einem Verband, oder wie bei mir der Fall in einem koreanischen Verband angeschlossen. In vielen Vereinen laufen KK/KS nicht als eigenständige Meldegruppe beim DOSB, die werden dann gern der Leichtathletik oder sonst wem zugerechnet.

    Kleines Rechenexempel: Es gab 2020 88.000 Vereine in Deutschland, aus meiner Einschätzung findest Du mindestens in jedem 20ten eine KK/ KS Abteilung mit , sagen wir mal 30 Mitgliedern ( die einen mehr, die anderen weniger) , das sind schon mal 132.000. Übrigens auch die Zahl, die alleine der Deutsche Judobund für 2020 angibt. Dann noch die ganzen komerziellen Schulen.......

    Ich sehe nicht, das KK/KS unbeliebt ist.

    Derweil bleiben im kollektiven Gedächtnis der meisten Menschen, wenn man sie nach den ihnen bekannten Kampfkünsten fragt, nur sehr wenige Systeme übrigen: Kickboxen, Boxen, Ju-Jutsu an vorderster Stelle, Judo, Karate und Taekwondo folgen auf dem Fuß. Will sagen: Die meisten Systeme sind und bleiben den Menschen unbekannt.

    Nun, ich würde die Bekanntheit anders werten, nämlich Judo, Karate, Boxen und KungFu, dann erst die anderen. Hapkido ist immer noch stark erklärungswürdig, das kennt kaum jemand. Die Bekanntheit wird doch durch Stadtteilfeste geprägt, da sich dort Vereine immer wieder - verständlicherweise- darstellen. Ist auch gut so. Aber es sind halt oft die bekannteren Systeme die dort auftreten.....

    In diesem Thread möchte ich mit euch zusammen überlegen, warum die Kampfkunst in Deutschland einen so geringen Stellenwert hat und was gute Ideen bzw. Inspirationen wären, um dies zu ändern?

    Ich sehe das nicht so, KK/KS haben keinen geringen Stellenwert, woran machst Du das fest? Ich sehe Eltern, die gern hätten, dass ihre Kids sowas machen( Selbstbewusstsein/Disziplin und der ganze Tenor), das immer mehr Frauen sich trauen KK/KS anzufangen. Oder machst Du das an der Präsenz im TV fest? Dann wird es nichts mit Stellenwert werden, da damit nunmal kaum Geld zu verdienen ist, ( ausser beim Promiboxen im TV)- das hat aber andere Gründe.


    Noch einmal, was siehst du als benchmark für den Stellenwert, solange der nicht definiert ist kann man darüber nicht diskutieren.

    Aber sehen wir es positiv, mit der Corona task-Force haben wir eine Chance, Spahn und Scheuer.....

    Naja, da Scheuer dabei ist mache ich mir mal gar keine Sorgen, da wurden doch bestimmt im letzten Jahr ungültige Verträge geschlossen, die auch noch immens viel Geld verschlingen. Also haben wir in diesem Bezug schon mal keine Unklarheiten. Und Herr Spahn wird wie üblich das Blaue versprechen und das Violette liefern.

    Man kann also sagen, dass wir nicht ins UNgewisse laufen :)

    Naja, das stimmt so nicht, liebe Ida. Die Alpenländler tragen da keine Lederhosen, geschweige denn mit Hosenträgern. Das ist die einzige alpenländische KK die sich ins heute retten konnte.



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    Na das ist ja nichts Neues , gibt es bei vielen anderen leider mittlerweile auch. So ein Malaye/ Indonesier ( muss ich noch mal genau gucken) verleiht dir sogar Dr. und Prof.- Titel wenn Du ihn im Gegenzug zum Meister in deinem Stil machst.

    Oder denk mal an die vielen 4-Wochenende-Lehrgänge mit garantiert erfolgreichem Abschluß als Danträger.

    Oder an den gekauften Ehrengroßmeister eines in Amerika ansässigen Hapkidoverbandes, der hier jetz in D- Land munter 5te,6te und 7te Dane verhökert.

    Je länger ich dabei bin, desto weniger kann ich manche Menschen ernst nehmen und mit Respekt behandeln.

    Wie heißt nochmal die Ausgabe von Tim und Struppi , in der Professor Bienlein seinen Savatetritt vollführt ?-

    Das war in Flug 714 nach Sidney. Übrigens zur allgemeinen Wissensbildung: Prof. Bienlein heisst im Original Tryphon Tournesol und ist als Karrikatur auf Professor Auguste Piccard, den Tiefseeforscher, entstanden.

    Hergé hat sich ja im Laufe der Zeit einige bekannte Zeitgenossen als Vorbilder für seine Geschichten herangezogen, unter anderem den Josef Mengele als Dr. Krollspell.... er hatte nicht immer eine glückliche Hand mit seinen Charakteren....


    Zurück zum Thema:

    Kann man überhaupt mit 35 Jahren noch Savate machen?

    Warum fragst Du sowas eigentlich noch? Du kommst doch eh nie aus dem Quark.

    Alle irre? heisst der Faden. Wenn es sich nur auf den Musiktitel bezieht, ist mein Einlass daneben. Wenn aber alle nur noch als irre bezeichnet werden, dann muss man sich schon mal fragen, wie so etwas passiert sein kann. Ich denke nur an die 1 Million Stammtisch Bundestrainer, die nun auch noch virologische Epidemieologieexperten sind. Oder diejenigen, die einfach keine Scham mehr haben und sich öffentlich unter dem Deckmäntelchen des anonymen Internets zu Äußerungen hinreißen lassen, für die sie im realen Begegnungsleben so manche Schelle kassieren würden. Man kann und darf eine eigene Meinung haben, aber das sollte man mit Respekt und Anstand von sich geben.

    Bin vielleicht gerade ein wenig genervt von meinen Mitmenschen...............


    Zu meiner Normalität: Es gibt Selbsthilfegruppen für Menschen, die mit mir zu tun haben ;)

    Wir gleiten jetzt ein wenig ab, hoffe dass wir die Kurve wieder kriegen, bevor es wieder grün wird :)

    Zum Artikel: wir wollten halt die ganze mystische Geschichte- HKD ist 2000 Jahre alt, die Hwarang waren gut ausgebildete Krieger- einfach raushalten. Leider schreiben dass einige Vereine immer noch so auf Ihren Seiten.


    Nun, da im HKD verschiedene Waffen gelehrt werden, (Schwert, Messer, Doppelmesser, Kurz- bis Langstock, Fächer, Spazierstock, Seil- und Gürtel... ) schleppt man schon einiges mit. Meine persönlichen Sachen haben da schon die hohe Qualität, jedoch alle mit teurem Material auszustatten.....irgendwo ist dann Schluß.


    In der Regel ist es so, dass Waffen erst ab 1.Kup /1. Dan gelehrt werden, so steht es in den meisten Stilen in den Lehrplänen, so ein neu gegründeter Stil hier in D-Land beginnt sogar schon bei den Weissgurten damit. Ich sehe es da etwas anders, es müssen erstmal die Grundlagen der waffenlosen Techniken verinnerlicht werden bevor man Waffen nutzt, denn das Bewegungsprinzip bleibt ja gleich. In SInne von: habe ich vorher gelernt mich richtig zu bewegen, klappt es auch mit Waffen.

    Ich lasse zu Bsp. im Training einen in die Mitte, die anderen greifen nach und nach an, ohne das die Angriffsart angegeben ist. Somit muss der Schüler in seinem Repertoir reagieren, steht anders als in der Grundtechnik da und muss nun sehen, wie er dahin kommt. Also flexibel und intuitiv reagieren. ( wie im richtigen Leben halt).

    Ja auch im HKD gilt die Veränderung der Techniken des jeweiligen Meisters als normal, ich spreche mich selbst nicht davon frei, Techniken wie ich sie gelernt habe anzupassen , gerade im Bezug auf die SV "auf der Straße". Auf der Matte wird halt davon ausgegangen, dass der Partner weitestgehend kooperativ ist, dahin fällt wo er soll, aber was wenn nicht? Welche Optionen sind dann möglich? Aber deswegen wird der Stil an sich nicht verwässert solange es bei den Prinzipien bleibt.


    So, um die Kurve zu kriegen, mit PP kann man auch hervorragend Teppiche ausklopfen ;)