Beiträge von Paladin

    Ich finde nicht, dass das Thema komplexer ist. So, wie Kajihei ja schon m. E. richtig beschrieb, geht es um Beliebtheit. Da eben viele Menschen nicht organisiert Sport betreiben, leuchtet mir ein, das Rankings, z. B. vom DSB oder auch vom DOSB diese Gruppe nicht erfassen kann. Erfasst wurde diese Gruppe allerdings - zumindest teilweise - über die Interviews. Was den Begriff Beliebtheit betrifft, glaube ich, konnten die befragten Personen schon was damit anfangen, wie ich eben gelesen habe, waren ja auch Mehrfachnennungen möglich.


    Will sagen, dass das Interview m. E. schon deutlich die beliebtesten Sportarten in Deutschland (so ist ja auch die Überschrift, ohne Definition) abbildet. Besonders ist hervorzuheben, dass es hier auch um die Jahre 2018 - 2020 geht, also die Zahlen vor und während der Pandemie beinhaltet, die man explizit auch einfach nachlesen kann. Insgesamt m. E. also sehr transparent, Allerdings ist das eben "nur" ein repräsentativer Durchschnitt, aber das ist auch im Kasten rechts neben den Zahlen zu lesen.


    Deutlich wird dadurch, dass außerdem dem Boxsport keine anderen Kampfsportarten benannte werden. Laut Fragestellung sind die also nicht so beliebt, wobei ich wieder bei meiner Anfangsfrage hänge...

    Habe hier mal noch etwas gefunden, dass sich auf die Ausübenden bezieht.. ist zwar aus 2017 und da her nicht Corona-Irritiert ;)

    Also bei der Frage nach den beliebtesten Sportarten geht es ja in erster Linie nicht darum, ob man den Sport auch aktiv ausübt, dann wären wir ja wieder im organisierten Bereich, es geht rein um die Beliebtheit, zumindest mir geht es darum. Insofern dürfte die Pandemie dabei keine wesentliche Rolle spielen.


    Was die Aussagekraft der von mir angeführten Studie anbelangt, hast Dich wahrscheinlich verlesen. Die Statistik beruht auf Interviews und zielt - wie die Überschrift auch deutlich macht - tatsächlich ausschließlich auf die Beliebtheit. Dich hat wahrscheinlich der letzte Satze irritiert: "Die Anzahl der Personen, die sich Sportübertragungen oder Sportsendungen sehr gern im Fernsehen anschauen, lag bei rund 18 Millionen." Das ist nur eine Ergänzung und informiert, dass 18 Millionen Menschen Sport im Fernsehen sehen, zu denen ich übrigens auch gehöre ;)

    Ich fragte ja anfangs nach dem Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland. Im Folgenden hierzu mal eine ganz andere Liste, unabhängig von Organisationen und Verbände. Ich glaube, die trifft meine Frage besser, weil die Resultate aus persönlichen Interviews bestehen und nicht aufgrund der Zahl von Mitgliedern.


    Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) war Fußball im Jahr 2020 die beliebteste Sportart in Deutschland: Etwa 33,6 Prozent der befragten Deutschen gaben an, sich ganz besonders für Fußball zu interessieren. Derweil besaßen rund 14 Prozent ein besonderes Interesse an dem Sport Skispringen und etwa 13,3 Prozent konnten sich besonders für Handball begeistern. Die Anzahl der Personen, die sich Sportübertragungen oder Sportsendungen sehr gern im Fernsehen anschauen, lag bei rund 18 Millionen.


    Auf der gleichen Seite von Statista.com finden sich dann auch die "beliebtesten Sportarten in Deutschland nach Interesse der Bevölkerung an dem Sport in den Jahren 2018 bis 2020. Hier kann man, wenn man mit der Maus über die Balken fährt, gleichfalls die Trends ausmachen. Insgesamt sind 29 Sportarten gelistet, also vom Fußball, über Eishockey, Ski-Langlauf, Reiten und Snowboarding, bis hin zu E-Sports und Tanzen. Ein wirklich breites Sprektrum. Als einziger Kampfsport wird hier das Boxen auf Platz 8 gelistet. Nicht schlecht. Allerdings tauchen hier Judo, Karate oder Taekwondo erst gar nicht auf. Schaut selbst: STATISTIK

    Ich schrieb vom Stellenwert bzw. Ranking und meinte damit nicht "gesellschaftliche Akzeptanz". Ich denke, dass man aufgrund bestehender Mitgliedschaften sehr gut ein Ranking erkennen kann. Wie du nun das Wort "Stellenwert" interpretierst, konnte/kann ich nicht wissen, aber - erhlich gesagt - interessiert es mich für meine Sichtweise auch nicht so sehr. Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis aufklären.

    Zum Rest: Beobachte ich ähnlich, allerdings so sind die Menschen. Ich glaube, viele würden gerne einen Kampfsport trainieren, wobei es bei der Absicht bleibt. Da - so glaube ich auch - stellt sich der Kampfsport selbst ein Bein... er suggeriert superfitte Superkämpfer, Gelenkig, Schnell und immer Wissend. Das schafft natürlich Zugangshürden, insbesondere für eher unsportlichere oder ältere. Dabei ist Kampfsport ja ein Angebot für jeden...

    Noch einmal, was siehst du als benchmark für den Stellenwert, solange der nicht definiert ist kann man darüber nicht diskutieren.

    Ich messe das an den puren Zahlen der Mitglieder - woran sonst? Hast Du evtl. andere Ideen? Dass man selbst als Kampfsportler Kampfsport gut findet, ist m. E. selbsterklärend. Die Frage nach der Popularität kann man wirklich einfach in der Tabelle von Tai_Eule nachlesen. Dabei wird kein Trainer bzw. Meister oder kein Verein oder keine Schule bei der Veröffentlichung von Werbung blockiert und mehr gehindert, als die anderer Sportangebote.


    Übrigens: Ich bekomme immer mehr mit, dass Eltern "Selbstbewusstsein" nicht mehr so stark mit Kampfsport, sondern mit "Erfolgserlebnissen" in Verbindung bringen, was pädagogisch gesehen auch die bessere Verbindung ist. Ob diese Erfolgserlebnisse dann im Kampfsport, beim Fußball, beim Reiten oder beim Schwimmen stattfinden, ist sekundär.

    Kampfkunst bzw. Kampfsport ist in Deutschland nicht besonders beliebt im Ranking der beliebtesten Sportarten in Deutschland. Derweil bleiben im kollektiven Gedächtnis der meisten Menschen, wenn man sie nach den ihnen bekannten Kampfkünsten fragt, nur sehr wenige Systeme übrigen: Kickboxen, Boxen, Ju-Jutsu an vorderster Stelle, Judo, Karate und Taekwondo folgen auf dem Fuß. Will sagen: Die meisten Systeme sind und bleiben den Menschen unbekannt.

    In diesem Thread möchte ich mit euch zusammen überlegen, warum die Kampfkunst in Deutschland einen so geringen Stellenwert hat und was gute Ideen bzw. Inspirationen wären, um dies zu ändern?

    Bekanntlich gibt es im Jeet Kune Do (JKD) zwei generellen Lager:

    1. Lager: Jeet Kune Do ist ein Konzept, also praktisch das konzeptionelle Dach auf das Lee Jun Fan Gung Fu, welches das Technikrepertoire bietet.
    2. Lager: Jeet Kune Do ist ein eigenständiges System mit eigenen Techniken, eigenen Prinzipien und eigenem Konzept.

    Frage: Welchem Lage ordnet ihr euch zu bzw. wie schaut ihr auf das JKD?

    Gerade auf YouTube gefunden. Eigentlich dachte ich, sind Anfänger und Fortgeschrittene in der heutigen Zeit über derartige Dinge wissend? Meine Frage: Wie kann es sein, dass eine - schon vom Anblick her - völlig unrealistische Abwehr in so seriöser Form vorgestellt und damit tatsächlich noch an die Öffentlich getreten wird? Ist das Mut, Verzweiflung, Unwissenheit... was denkt ihr?


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    Ich wünsche allen Mitglieder und Interessenten unsere Forums frohe Osterfeiertage! Auch wenn diese durch die Pandemie beeinflusst sind: lasst es euch allen gut gehen, macht das Beste draus! ;)

    Stimmt, ich könnte auch Savate Techniken im Krav Maga integrieren.

    Warum sollte man Techniken aus anderen Systemen übernehmen, wenn man selbst ein System trainiert, dass - in sich - für einen selbst schon völlig komplett ist? Eine Sache m. E. des Kopfes: Ist man frei vom Denken "Das ist die beste und ultimative Kampfkunst, die ich trainiere", kannst Du nebenher trainieren, was immer Dir hilft, "Dein" System zu komplettieren. Bist Du nicht frei, wie ganz viele Kampfsportler, kannst Du Dir diesen Luxus nicht leisten, denn es wäre ein Widerspruch zum "ultimativen" System. Ultimative Systeme benötigen keine "Hilfen von außen"....

    Es ist also grundsätzlich so, dass man sich wehren muss... das ist Deine Sichtweise. Was ist mit denen, die sich wehrten, was nicht zum Erfolg führte... gibt es das überhaupt? Ich bin ein leidenschaftlicher Aktenzeichen-Zuschauer, dort wehren sich die Opfer was durchgängig, gefühlsmäßig führte das dort zu keinen Erfolgen... sind die Fälle da doch nur ausgedacht? Wenn Du die Opferstatistiken liest: Warum werden eigentlich Opfer zu Opfer: Weil Sie schon wie Opfer agieren? Haben Opfer also selbst Schuld?

    Danke für die Rückmeldungen bzw. Ergänzungen. Nur eine Frage dazu: Wie bewertest Du das Alter und/oder gesundheitliche Einschränkungen? Konkreter gefragt: Würdest Du bei der Verteidigungsstrategie zwischen einem 17-jährigen Schüler und einer 45-jährigen Hausfrau und einem 24-jährigen Fußballer der völlig gesund ist und einem ehemaligen 35-jährigen Fußballer mit einem Miniskusschaden Unterschiede machen? Wenn ja - welche...? Bitte: Hier unbedingt sehr konkret beschreiben.

    Der Grund ist simpel: Die Backfist wird als "unsaubere" Technik angesehen, zumeist aus der Drehung ausgeführt, ist sie so gut wie unkontrollierbar. So, wie ich den Boxsport kennengelernt habe, gelten dort nur klar zu identifizierende und zu kontrollierende Techniken. Die Backfist gehört nicht dazu.

    Sehr fixes googeln ergab, dass zumindest dieses "Wer ist wie legitim?"-Hickhack auch im Bereich JKD & Inosanto Kali existiert. Wird dort ggf. auf andere Art damit umgegangen und nicht, indem man den Freizeit-Chinesen/Filipino/US-Ami-mit-Migrationshintergrund raushängen lässt?

    Gut gegoogelt...! Ja, es gab und gibt Probleme über das Erbe Bruce Lees als was JKD ist: Das Ursprüngle, so, wie es Bruce Lee trainierte oder das modifizierbare, für jeden adaptierbare und moderne JKD, was Bruce Lee - wenn er noch leben würde - natürlich weiterentwickelt hat. Je nach dem hat das JKD einen eigenen Technik-Pool oder greift auf den Technik-Pool des Lee Jun Fan Gung Fu zurück. In den USA war das allerdings so, dass Insonato irgendwann mal gesagt hat: So what, wenn ich Jeet Kune Do trainiere brauche ich dafür den Namen nicht, ich trainiere es einfach.

    In Deutschland halten sich sowohl die jeweiligen Instruktoren als auch deren Auslagen weitgehend in Grenzen. Man kennt sich, respektiert sich, macht sein eigenes Ding. Derartige Streitigkeiten, wie wir sie z. B. im Japan-Forum hatten, habe ich dort noch nicht erlebt. Liegt wohl auch darin, dass die Quelle der Meinungsverschiedenheiten nichts absolutes ist und es hierbei tatsächlich nur um die Sache an sich geht... nicht um Personen und deren Image.

    Ich möchte keine Unruhe stiften, frage mich aber doch, ob wir hier wieder so ein "Japan-Ding" haben? Die Frage, wer nun der wirklichliche "Japaner" ist, wer "Semi-Japaner" usw. stellt sich doch nicht wirklich? Ich kann da auch nur von mir sprechen: Es gibt einen Grund, warum ich weder Judo, noch Karate oder Ju-Jutsu weiter trainiert habe - am Sport selbst lag es ganz sicher nicht. Ich erinnere mich weiter, dass wir hier im Forum ausschließlich im japanischen Forum Probleme hatten. Und: Es gibt noch mehr, über das ich hier aber nicht schreiben möchte, weil es dann zu viel Staub aufwirbeln könnte.


    Sicher: Überall gibt es hin und wieder Meinungsverschiedenheiten darüber, wer bestimmte Dinge besser auslebt, vielleicht traditionsbewusster ist oder auch weiser. Wieso aber immer dieses ständige "sich messen" und dabei nur seinen eigenen "Maßstab" anwenden wollen? Ich vermisse das übergreifende, gemeinsame und solidarische Denken. Oder über-interpretiere ich?

    Erst einmal allen: Ein frohes, gesundes und ruhiges Neues Jahr! Frage: Habt ihr euch für das Jahr 2021 irgendetwas besonderes vorgenommen? Das kann etwas persönliches sein, etwas sportliches, berufliches...?